Informationen zum Schwangerschaftsabbruch in mehreren Sprachen
Folgender Text liegt in den u.g. Sprachen vor:
Wer führt Schwangerschaftsabbrüche durch?
Schwangerschaftsabbrüche werden in der Regel ambulant in Arztpraxen oder in Krankenhäusern durchgeführt. Adressen erhalten Sie in den Beratungsstellen.
Welche Unterlagen müssen Sie zum Arzt/ zur Ärztin mitbringen?
- die Beratungsbescheinigung,
- den Blutgruppenausweis (evtl. Mutterpaß, falls vorhanden),
- ggf. die Überweisung,
- ggf. den Bescheid der Krankenkasse über die KostenÜbernahmegarantie.
Grundsätzlich muß ein Abbruch selbst bezahlt werden.
Bei Sozialhilfeempfängerinnen und Geringverdienerinnen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Abbruch.
Die KostenÜbernahme muß vor dem Abbruch bei einer Krankenkasse beantragt und die Bescheinigung von der Krankenkasse ausgestellt werden.
Denken Sie bitte bei einer geplanten Vollnarkose daran, am Abend vorher ab 22.00 Uhr nichts mehr zu essen, zu trinken und zu rauchen!
Halten Sie sich an die Anordnungen Ihres Arztes/Ihrer Ärztin.
Nehmen Sie bitte eine Begleitperson mit. Nach dem Eingriff begeben Sie sich bitte sofort nach Hause und ruhen sich aus.
Wenn möglich, sollte für einige Stunden jemand bei Ihnen bleiben, zumindest sollten Sie eine Kontaktmöglichkeit (z.B. Telefon, Nachbarin) suchen. Eine körperliche Abgeschlagenheit sowie verminderte Reaktionsfähigkeit sind normal. Falls die Ärztin/der Arzt Ihnen Medikamente verschrieben hat, sollten Sie sich diese möglichst bald nach dem Eingriff aus der Apotheke holen lassen.
In folgenden Fällen sollten Sie Ihre/n behandelnde/n Ärztin/Arzt aufsuchen oder benachrichtigen:
- bei starken Leibschmerzen, verbunden mit Brechreiz oder Erbrechen,
- wenn Sie im Darm eine höhere Temperatur als 38 Grad messen,
- wenn die Blutung stärker als die normale Regelblutung ist,
- wenn Sie ohnmächtig zu werden drohen.
Damit keine Entzündungen entstehen, sollten Sie:
- nur Vorlagen (Binden) benutzen, keine Tampons,
- 14 Tage nicht baden, sondern duschen,
- zwei Wochen keinen Geschlechtsverkehr haben,
- nicht in die Sauna oder ins Schwimmbad gehen.
Sie werden in den ersten Tagen nach dem Eingriff nur wenig bluten. Manchmal tritt erst am 4. oder 5. Tag nach dem Eingriff eine stärkere Blutung auf. Diese geht in einen rötlich-braunen, später gelblichen Ausfluß über, der oft bis zur nächsten Regelblutung, etwa 4 Wochen später, anhält.
Etwa 5-7 Tage nach dem Eingriff sollten Sie Ihre/n behandelnde/n Ärztin/Arzt aufsuchen, um eine Nachuntersuchung vornehmen zu lassen.
Um Ihre hormonelle Umstellung zu erleichtern, können Sie ab dem Tag des Schwangerschaftsabbruches die Pille nehmen. Denken Sie daran, dass die Pille in dem Monat nach dem Eingriff nicht 100% schützt und sorgen Sie in der Zeit für eine zusätzliche Methode der Empfängnisverhütung (z.B. Kondom, Zäpfchen).
Wenn Sie nicht mit der Pille verhüten, ist es möglich, dass sich die nächste Regelblutung erst nach 4-6 Wochen einstellt. Denken Sie daran, dass Sie sofort nach dem Abbruch wieder schwanger werden können und sorgen Sie bereits vor der nächsten Blutung für eine sichere Verhütung.
Auch wenn für Sie im Moment der große Druck der Entscheidung weg ist, kann es sein, dass Fragen oder Probleme offen geblieben sind oder dass jetzt neue Probleme auftauchen (z.B. Empfängnisverhütung, Partnerschaftsfragen etc.), über die Sie gerne einmal sprechen würden. Die Beratungsstellen stehen Ihnen für weitere Gespräche gerne zur Verfügung. Vereinbaren Sie einen Termin!
Diese Informationen sind in folgenden Übersetzungen erhältlich:
- albanisch
- arabisch
- bosnisch/kroatisch/serbisch
- englisch
- französisch
- polnisch
- rumänisch
- russisch
- türkisch
bei:
AWO- Bundesverband e.V.
Arbeitsbereich Frauen
Blücherstrasse 62/63
10961 Berlin
Tel.030/26309 0
Email: frauen@awo.org
